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Humanitäre Hilfe darf nicht zum Feigenblatt werden
19. August 2016

Anlässlich des Welttages der Humanitären Hilfe am 19. August fordert VENRO die internationale Staatengemeinschaft auf, sich für die konsequente Umsetzung des Humanitären Völkerrechts stark zu machen.

„Humanitäre Hilfe kann und darf nicht das Feigenblatt für ungelöste politische Konflikte und das Versagen internationaler Krisenprävention sein“, sagt Sid Peruvemba, Vorstandsmitglied von VENRO.

130 Millionen Menschen sind weltweit auf Humanitäre Hilfe angewiesen. 80 Prozent der Humanitären Hilfe wird in langanhaltenden Krisen geleistet. Die meisten dieser Länder sind seit über zehn Jahren von Hilfe abhängig. „Humanitäre Hilfe darf nicht zur Standardantwort werden. Krisen und Konflikte müssen politisch gelöst werden“, so Peruvemba.  

Am 19. August wird der internationale Tag der Humanitären Hilfe begangen. Der Bedarf an Humanitärer Hilfe ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Ursachen sind die zahlreichen langandauernden bewaffneten Konflikte (Syrien, Irak, Jemen oder Südsudan), die Auswirkungen des Klimawandels sowie die massiv steigenden Zahlen ziviler Opfer durch Verletzungen des humanitären Völkerrechts.

„Die aktuelle humanitäre Lage in Syrien, aber auch im Jemen, ist katastrophal. Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht sind an der Tagesordnung, wie die Bombardierung von Krankenhäusern in Aleppo und Abs zeigen. Die internationale Staatengemeinschaft muss den diplomatischen Druck erhöhen, und die Umsetzung des humanitären Völkerrechts einfordern – insbesondere zum Schutz von Frauen und Kindern und Verletzten“, sagt Sid Peruvemba. „Die Verantwortlichen müssen öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden.“ Außerdem müsse es ein weltweit gültiges Waffenembargo für Konfliktländer geben.

Presseanfragen und Kontakt: VENRO / Michael Katèrla / Tel.: 030/263929923 – Mobil: 015208640995 / E-Mail: m.katerla@venro.org

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