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UN-MDG-Gipfel: Industrieländer in die Pflicht nehmen
23. September 2013

Die zukünftige Bundesregierung muss sich für globale Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele einsetzen, die universell gültig sind, auf den Menschenrechten basieren und gut mess- und überprüfbar sind. Das fordert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich des MDG-Special Event in New York am 25. September.

„Nur wenn auch die Industrieländer in die Pflicht genommen werden, haben nachhaltige Ziele Aussicht auf Erfolg“, so Renate Bähr, stellvertretende Vorsitzende von VENRO. „In New York müssen deshalb die Weichen für eine ambitionierte Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda Post 2015 gestellt werden, die die Armutsbekämpfung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in den Vordergrund stellt.“

Ebenso wichtig sei die Etablierung transparenter und wirksamer Überprüfungs- und Rechenschaftsmechanismen. „Bedauerlich ist, dass die Finanzierung einer Post-2015-Agenda  kein Thema in der Debatte ist – auch die Bundesregierung äußert sich in ihrem Bericht zur Post-2015-Agenda nicht dazu“, so Bähr. Um den Prozess erfolgreich voranzutreiben, sei es erforderlich, bestehende finanzielle Zusagen zu erfüllen und sich für innovative Finanzierungsinstrumente einzusetzen.

„Die Erarbeitung der Ziele muss in einem partizipativen Prozess erfolgen, unter Beteiligung der nationalen Parlamente und der Zivilgesellschaft. Die Stimmen und die Forderungen der ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen müssen in einer neuen Post-2015-Agenda vertreten sein. Zudem muss sich die internationale Gemeinschaft dazu verpflichten, die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) verstärkt voranzutreiben.“

INTERVIEW: Renate Bähr wird an dem MDG-Special Event in New York am 25. September teilnehmen und steht für Interviews zur Verfügung.

Hintergrundinformationen zum Thema  finden Sie in der Mediathek auf der VENRO-Website.

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