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Geschlechtergerechtigkeit bleibt Herausforderung – auch für die Bundesregierung
05. März 2014

Frauen kommt bei der Bekämpfung von Armut, Hunger und Ungleichheit in der Welt eine Schlüsselrolle zu. Deshalb sollte die Bundesregierung mit gutem Beispiel vorangehen und eine aktive Gleichstellungspolitik – auch auf europäischer Ebene vorantreiben. Dies fordert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März.

„Die Gleichstellung von Frauen bedeutet Fortschritt für alle, insbesondere in Entwicklungsländern, in denen 70 Prozent der Armen Frauen sind. Die Initiative des BMZ, ein neues Gleichberechtigungskonzept und einen Genderaktionsplan zu erarbeiten, ist zu begrüßen“, so Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von VENRO.

„Dabei muss sowohl Gendermainstreaming als auch Frauenförderung als Grundprinzip verankert werden. Zudem sollte Geschlechtergerechtigkeit verstärkt in den politischen Dialog auf allen Ebenen einfließen.“

Der neue entwicklungspolitische Genderaktionsplan müsse klare Ziele und Indikatoren sowie einen konkreten Zeitrahmen vorgeben. Im Blick sollten vor allem sozial benachteiligte Frauen und Mädchen stehen. „Insbesondere Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten, die weder Zugang zu Strom, sauberem Trinkwasser oder Gesundheitsfürsorge haben, müssen in den Mittelpunkt entwicklungspolitischer Programme gestellt werden“, betont Randzio-Plath.

Auch in den Verhandlungen  zu einer neuen globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda müsse die Bundesregierung darauf drängen, Geschlechtergerechtigkeit zu stärken. „Geschlechtergerechtigkeit muss beides sein – ein eigenständiges Ziel als auch ein Querschnittthema, das bei der Verwirklichung der globalen Ziele durchgängig mitverfolgt wird“, fordert Randzio-Plath.

„Nur mit einem stärkeren Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit – international, aber auch in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – lassen sich ein Ende extremer Armut sowie eine nachhaltige Entwicklung für alle verwirklichen“, so Randzio-Plath.

VENRO hat  die Stellungnahme „Erforderliche Schwerpunktsetzung  in einem neuen entwicklungspolitischen Genderaktionsplan“ herausgegeben. Die Stellungnahme kann  in der Mediathek heruntergeladen werden.

Pressemitteilung 

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