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EU-Gipfel: Klares Signal für Klimaschutz erforderlich
19. März 2014

Die bisher von der EU-Kommission formulierten Ziele für ein neues Klimaschutzpaket bis 2030 sind nicht ambitioniert genug. So müsste der Entwurf etwa eine Senkung der Treibhausgase um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 vorsehen. Dies fordert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich des morgigen Gipfels der Staats-und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) in Brüssel.

„Die Welt erwartet von der EU einen fairen Beitrag zum global notwendigen Klimaschutz. Nur so kann der Klimawandel mit seinen katastrophalen Folgen, die schon heute die ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern treffen,  abgewendet werden. Erforderlich hierfür ist, dass die europäischen Emissionen bis 2030 mindestens um 55 Prozent gesenkt werden und die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden“, so Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Gerade aus entwicklungspolitischer Sicht ist dies ein wichtiges Signal und der notwendige Beitrag Europas.“

Die EU- Mitgliedsstaaten sollten klar zeigen, dass sie bereit sind, über die Kommissionsvorschläge hinauszugehen, selbst wenn sie diese Woche noch nicht die entsprechenden Beschlüsse treffen könnten. Der bisherige Entwurf der EU-Kommission sieht eine Reduktion von Treibhausgasen  im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent vor und den Ausbau der Erneuerbare Energien um 27 Prozent.

„Diese Ziele sind absolut nicht akzeptabel. Damit verabschiedet sich die EU von ihrer Vorreiterrolle im Klimaschutz  und verpasst die Chance,  dass die notwendige Klima- und Energiewende entschlossen angegangen wird“, betont Bornhorst.

Pressemitteilung

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