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Afrika-EU: Kritik zulassen-Zivilgesellschaft einbinden
31. März 2014

Eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Afrika und der EU ist nur möglich, wenn die Zivilgesellschaft beider Kontinente in alle politischen Prozesse einbezogen wird. Dies fordert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) im Vorfeld des Afrika-EU-Gipfels in Brüssel. Zudem müssten auch kontroverse Themen, wie die Wirtschaftsabkommen (EPA), auf den Verhandlungstisch.

„Die  neue Partnerschaft zwischen Afrika und der EU soll vor allem den Menschen dienen. Deswegen ist es erforderlich, dass endlich auch die Zivilgesellschaft in alle Entscheidungs- und Mitwirkungsprozesse eingebunden wird.Zudem sollte eine Schaltstelle der EU und der Afrikanischen Union (AU) eingerichtet werden, die den Informationsfluss und die Mitwirkung der Zivilgesellschaft sicherstellt, so Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, stellvertretende Vorsitzende von VENRO. Auch  eine angemessene Finanzierung  der zivilgesellschaftlichen Aktivitäten sei notwendig.

„Wenn die EU wirklich eine Partnerschaft auf Augenhöhe möchte, dann muss sie auch über die Chancen und Risiken der Wirtschaftsabkommen  für die afrikanischen Länder diskutieren“, so Randzio-Plath. Bereits auf dem Gipfel in Lissabon  2007 waren sie Grund für Unstimmigkeiten zwischen den europäischen und afrikanischen Regierungen.

Bei den europäisch-afrikanischen Beziehungen müssten der Schutz der Menschenrechte und der Abbau von Ungleichheiten im Fokus stehen. Die Frauenrechte und die Rolle der Frauen und Mädchen müssten gestärkt werden. Afrikas Jugend brauche zudem dringend bessere Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der vierte Afrika-EU-Gipfel findet vom 2. bis 3. April dieses Jahres in Brüssel statt. Thema wird die Fortführung der Afrika-EU-Strategie sein, die vor sieben Jahren in Lissabon beschlossen  worden ist. Zudem wird eine Bilanz der bisherigen strategischen Partnerschaft gezogen.

Pressemitteilung

 

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