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Weltfrauentag: Besonderer Schutz für Frauen und Mädchen auf der Flucht gefordert
04. März 2016

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2016 fordert VENRO, flüchtende Frauen und Mädchen besonders zu schützen und legale Zugangswege nach Europa einzurichten.

"Millionen von Frauen und Mädchen sind weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg und Zerstörung, aber auch vor Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung und Vergewaltigungen", sagt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. "Die Weltgemeinschaft muss flüchtende Frauen und Mädchen besonders schützen. Dies ist keine Kür, sondern eine Pflicht, denn geschlechtsspezifische Verfolgung ist nach der Genfer Flüchtlingskonvention als Fluchtgrund anerkannt."

Mehr als ein Viertel der weltweit rund 60 Millionen Flüchtenden sind Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 49 Jahren. Die Flucht ist für sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle von besonderen Belastungen und Gefahren geprägt. Auf der sogenannten Balkanroute sind aktuell bis zu achtzig Prozent der Flüchtenden Frauen und Kinder. Es wird davon ausgegangen, dass dies auch eine Reaktion auf die von der Bundesregierung beschlossene Aussetzung des Familiennachzuges ist.

"Viel zu oft sind Frauen und Mädchen auch während ihrer Flucht Ausbeutung und sexualisierter Gewalt ausgesetzt", so Dr. Bornhorst. "Es muss sichergestellt werden, dass es für sie separate Schlafplätze und Sanitäranlagen in Aufnahmeeinrichtungen gibt - auch in Deutschland." Ebenso sei ein Ausbau von Unterkünften speziell für alleinfliehende Frauen und Mädchen notwendig.

"Es muss endlich legale und sichere Zugangswege nach Europa geben", so Dr. Bornhorst. "Die Flucht für notleidende Frauen und Mädchen nach Europa wäre dann nicht mehr lebensgefährlich."

Die PM finden Sie zum Download als PDF hier.

Presseanfragen und Kontakt: VENRO Michael Katèrla Tel.: 030/263929923 - Mobil: 015208640995 E-Mail: m.katerla@venro.org

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