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DNR und VENRO fordern Nachhaltigkeit als Leitbild der Europäischen Union
15. September 2016

Anlässlich des informellen EU-Ratsgipfels am 16. September in Bratislava fordern der DNR und VENRO die Bundesregierung und die EU in einer gemeinsamen Erklärung auf, die nachhaltige Entwicklung zum Leitbild der Europäischen Union zu machen.

„Die EU steht am Scheideweg: Sie kann als Deregulierungsmaschine die Interessen einer wirtschaftsnahen Lobbyklientel vertreten oder als Gemeinschaft für die Interessen ihrer Bürgerinnen und Bürger stehen. Mit Blick auf den Klimawandel und die Flüchtlingsdebatte brauchen wir Europa mehr denn je – doch es muss eine demokratische, zukunftsfähige und nachhaltige Gemeinschaft sein“, sagt DNR-Präsident Kai Niebert.

In einer gemeinsamen Erklärung betonen DNR, VENRO und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen, dass die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zum zentralen Leitbild der Politik der EU gemacht werden müssten. Nur so könnten die EU-Mitgliedstaaten eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Menschen in Europa finden. Um den Zielen der Agenda gerecht zu werden, müsse die EU insbesondere ihre Agrarpolitik grundlegend reformieren, den Schutz der biologischen Vielfalt stärken sowie die Energie- und Klimaziele an die Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens anpassen.

„Die derzeitige Politik der EU ist kurzsichtig und nicht zukunftsfähig“, sagt Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Europa braucht eine neue Idee: Wir müssen Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu den Leitzielen der EU machen. Wir brauchen einen ehrlichen Politikwandel hin zu einer gerechten Globalisierung und einer nachhaltigen Entwicklung“, so Bornhorst.

Die gemeinsame Erklärung „Europa eine Zukunft geben“ ist unter www.dnr.de sowie www.venro.org auf Deutsch und Englisch erhältlich.

Kontakt:

Florian Schöne, DNR-Generalsekretär, Tel. 030/6781775-99, mobil: 0172/5966097

Michael Katèrla, VENRO, Tel. 030/2639299-23, mobil: 0152/08640995

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