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Geschlechtergerechtigkeit muss in Post-2015-Agenda verankert werden
06. März 2015

Berlin, 6. März 2015 – Geschlechtergerechtigkeit und Gender Empowerment müssen als eigenständige Ziele in der Post-2015-Agenda verankert werden, um die Ausbeutung von und die zunehmende Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern. Das fordert der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) anlässlich des Internationalen Weltfrauentags am 8.  März. 

„Geschlechtergerechtigkeit ist eine Grundbedingung für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung“, sagt Professor Dr.h.c. Christa Randzio-Plath, stellvertretende Vorsitzende von VENRO. „Frauen müssen rechtlich gleichgestellt werden und den gleichen Zugang zu Ressourcen haben wie Männer.“

Im September soll eine Post-2015-Agenda mit neuen Zielen für nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen in New York verabschiedet werden. Sie lösen die Millenniumsentwicklungsziele (MDG) ab. Die gleichstellungspolitischen Ziele der MDG wurden allerdings nur teilweise erreicht. Frauen im globalen Süden sind von wirtschaftlicher Ungleichheit und Ausbeutung weiterhin überproportional betroffen. Aber auch in Deutschland und Europa haben die Wirtschafts- und Finanzkrise die Situation von Frauen verschlechtert.

„Mehr Frauen denn je arbeiten zu niedrigen Löhnen, in Teilzeitarbeit oder menschenunwürdigen Beschäftigungsverhältnissen“, so Randzio-Plath. „Die neue Post-2015-Agenda muss die politische und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen fördern und ihre autonomen Rechte, vor allem sexuelle und reproduktive Rechte, sichern.“ Gleichzeitig müsse über Gendermainstreaming in allen anderen Sektoren der Post-2015-Agenda die Geschlechtergerechtigkeit und das Gender Empowerment durchgesetzt werden.

Die Post-2015-Agenda soll für alle Länder gleichermaßen gelten und Umwelt, Nachhaltigkeit und Entwicklung verbinden. Neben Armuts- und Hungerbekämpfung stehen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften im Fokus.

Pressemitteilung (PDF)

Presseanfragen: Michael Katèrla (m.katerla@venro.org / Tel. 030/263929920)

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