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Post-2015-Agenda: Investitionen in Gesundheit zahlen sich aus
04. Juni 2014

Die Bundesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass Gesundheit in der Post-2015-Agenda einen hohen Stellenwert erhält. So sollten alle Menschen weltweit gleichermaßen Zugang zu guten Gesundheitsdiensten haben – unabhängig von ihrem Einkommen und sozialen Status.  Dies haben die Teilnehmer einer internationalen Fachkonferenz zu globaler Gesundheit in Berlin gefordert, die heute zu Ende gegangen ist. 

Jedes Jahr sterben weltweit immer noch 6,6 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag – an Krankheiten, die leicht behandelbar und deren Todesfolge vermeidbar wären. „Gesundheit ist eine Grundlage für nachhaltige Entwicklung. Eine zukünftige weltweite Agenda für Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele muss dies hervorheben und ein starkes Signal für weltweite Investitionen in Gesundheitssysteme setzen“, so die stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), Renate Bähr.

Im Jahr 2015 laufen die  Millenniumsentwicklungsziele (MDG) aus, auf die dann eine neue Entwicklungs-und Nachhaltigkeitsagenda folgen soll. Die MDG sehen unter anderem eine Senkung der Müttersterblichkeit gegenüber 1990 um 75 Prozent vor. Trotz Fortschritten konnten bisher aber nur knapp 50 Prozent erreicht werden. „Die Post-2015-Agenda muss ein eigenständiges Gesundheitsziel enthalten, dass sowohl die Stärkung der Gesundheitssysteme, als auch die Bekämpfung einzelner Krankheiten und den Ausbau der Forschung vorsieht“, betont Bähr.

An der Konferenz  „Accessible  & Affordable  & Achievable - Health in the Post-2015-Agenda“  nahmen mehr als 140 Vertreterinnen und Vertreter aus neun Ländern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft teil. Schwerpunkt bildeten die Themen Finanzierung, Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit.

Organisiert wurde die Konferenz von VENRO in Kooperation mit Action for Global Health, dem Aktionsbündnis gegen Aids, Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst, medico international, Misereor, Oxfam, Plan International Deutschland, Stiftung Weltbevölkerung, terre des hommes und World Vision.

Pressemitteilung

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