Gesundheit

    Im Jahr 2015 wurde die Agenda 2030 von 193 Staaten verabschiedet, die für alle Länder gleichermaßen gilt. Bis zum Jahr 2030 sollen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) erreicht werden.

    Die Weltgemeinschaft hat sich hohe Ziele gesetzt - auch beim Thema Gesundheit, das in der Agenda 2030 eine zentrale Stelle einnimmt. Unter SDG 3 heißt es, dass "ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleistet und ihr Wohlergehen gefördert" werden soll.

    Die Umsetzung von SDG 3 bis 2030 erfordert neue Anstrengungen aller Akteure und ist ohne eine starke Beteiligung der Zivilgesellschaft nicht zu erreichen. Am28. September 2016 veranstaltete VENRO in Berlin die internationale Konferenz "Leaving no one behind in Global Health - Wie sollte Deutschlands Beitrag aussehen?". Die Konferenz brachte Gesundheitsexpertinnen und -experten aus der Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft und Vertreterinnen und Vertreter von internationalen Organisationen zusammen.

    Die Ergebnisse der Gesundheitskonferenz wurden anschaulich illustriert. Auch ohne dabei gewesen zu sein, erhalten Interessierte so einen guten Überblick über die Diskussionen und Ergebnisse der Konferenz (zum Vergrößern bitte anklicken).

    Videobotschaft

    Anlässlich der Gesundheitskonferenz hatte der UN-Sonderbeauftragten zur Umsetzung der Agenda 2030, David Nabarro, eine Videobotschaft aufgezeichnet.

    Arbeitsschwerpunkte

    Die Arbeitsgruppe Gesundheit befasst sich mit Themen und politischen Prozessen zur Verbesserung globaler Gesundheit und wirkt darauf hin, dass allen Menschen gleichermaßen Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung ermöglicht wird („Universal Health Coverage“). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der kritischen Begleitung der Umsetzung der UN Nachhaltigkeitsziele (SDG) mit Gesundheitsbezug. Weitere Themen sind die zunehmende Bedeutung von nichtübertragbaren Krankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen oder Diabetes, vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten sowie Malaria, Tuberkulose oder HIV/Aids, oder auch die Abwerbung von Gesundheitsfachkräften aus armen Ländern. Darüber hinaus setzt sich die Arbeitsgruppe für mehr Forschung und Entwicklung beim Kampf gegen Antimikrobielle Resistenzen ein.   

    Ein wichtiger Bestandteil der AG-Arbeit ist dabei der kritische Dialog mit Bundesministerien (BMZ, BMG und BMU), dem Bundestag und anderen politischen Entscheidungsträgern. 2015 und 2016 lag und liegt ein besonderer Fokus auf der Verankerung zivilgesellschaftlicher Positionen zu globaler Gesundheit im G7- und G20-Prozess. Die Lehren aus der Ebola-Krise und die Stärkung von Gesundheitssystemen sind dabei von ganz zentraler Bedeutung.

    Überdies sind 2016 die weitere Ausgestaltung der Indikatoren zu Gesundheit im Rahmen der Agenda 2030 sowie die Ausrichtung der internationalen Gesundheitskonferenz „Leaving no one behind in globaler Gesundheit - Wie sollte Deutschlands Beitrag aussehen?“ wesentliche Arbeitsschwerpunkte.

    Nicht zuletzt wird – wie auch schon in den Jahren zuvor – weiterhin das im Jahr 2013 von der Bundesregierung erarbeitete Konzept „Globale Gesundheit gestalten“ kritisch von der Arbeitsgruppe begleitet.

    Weitere Informationen zur AG finden Sie im Mitgliederbereich.

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