Humanitäre Hilfe

    © UN Photo/Evan Schneider
    Ein Camp der Vereinten Nationen für Erdbebenopfer in Pakistan. © UN Photo/Evan Schneider

    Humanitäre Hilfe richtet sich an die Opfer von Krisen und Katastrophen und hat zum Ziel, Leben zu retten - unabhängig von der ethnischen, religiösen und politischen Zugehörigkeit der Opfer.

    Der humanitäre Bedarf  ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Aktuell benötigen nach UN-Angaben 125 Millionen Menschen Humanitäre Hilfe, über 65 Millionen Menschen waren 2016 auf der Flucht vor Kriegen, Konflikten und Verfolgung. Dies ist die höchste Zahl, die jemals vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) gemessen worden ist. Seit dem humanitären Weltgipfel (World Humanitarian Summit) im Mai 2016 wurde weltweit von Regierungen, UN-Organisationen, internationalen, nationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen sowie weiteren Akteuren eine Vielzahl an Prozessen angestoßen, um die Humanitäre Hilfe wirkungsvoller und effizienter zu machen.

    Die Humanitäre Hilfe ist ein eigener Arbeitsbereich bei VENRO. Die Arbeitsgruppe Humanitäre Hilfe arbeitet sowohl zu politischen als auch konzeptionellen und operativen Themen. Hierzu zählen etwa die bessere Verknüpfung zwischen Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die Stärkung der lokalen Akteure in der Humanitären Hilfe, die zivil-militärischen Beziehungen, sowie Sicherheit und Kooperation vor Ort. Gleichzeitig leistet die AG einen Beitrag, um die Qualität der Arbeit der Mitgliedsorganisationen weiter zu verbessern.

    Arbeitsschwerpunkte

    Den Schwerpunkt der Arbeitsgruppe Humanitäre Hilfe bildet der konzeptionelle und politische Dialog mit dem Auswärtigen Amt (AA) und der gegenseitige Fachaustausch zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Humanitären Hilfe.

    Dabei wird im Rahmen des Koordinierungsausschusses Humanitäre Hilfe eng mit dem Auswärtigen Amt, weiteren Ministerien und anderen nicht staatlichen Akteuren zusammengearbeitet. In diesem gemeinsamen Forum zur Diskussion operativer und konzeptioneller Fragen der deutschen Humanitären Hilfe hat VENRO zusammen mit dem Auswärtigen Amt den Co-Vorsitz inne. Dazu werden jährlich gemeinsam mit dem AA vier Sitzungen, Fachveranstaltungen sowie Sondersitzungen zu aktuellen Krisen vorbereitet. Aktuell stehen Fragen der Qualitätssicherung, der Stärkung lokaler humanitärer Akteure, der politischen und gesellschaftlichen Verankerung und einer besseren "Rechenschaftslegung gegenüber den Zielgruppen" im Vordergrund. Auch die Diskussion zu humanitären Fragen im Rahmen des Bundestages ist ein wichtiges Thema. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die langanhaltenden humanitären Großkrisen, wie z.B. in Syrien, dem Jemen und dem Südsudan, und die sogenannten "vergessenen Krisen" - beispielsweise in der Zentralafrikanischen Republik oder die Situation der Rohingya in Myanmar.

    Ziel ist es, bei der Bundesregierung und im Bundestag das Verständnis und die Unterstützung für die Anliegen Humanitärer Hilfe zu vergrößern.

    Weitere Informationen zur AG finden Sie im Mitgliederbereich.

    Weitere Informationen zur AG finden Sie im Mitgliederbereich.

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