Digitalisierung

Eine nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung ist machbar.

Der digitale Wandel hat ein großes Potential für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Er kann dazu beitragen, die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) voranzutreiben. Durch Vernetzung, verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten, Zugang zu Wissen und Dienstleistungen in Bereichen wie Gesundheit, Finanzen, Landwirtschaft, Bildung oder Energie lässt sich potenziell die Lebenssituation benachteiligter Bevölkerungsgruppen verbessern. Eine bessere Internet- und Mobilfunkabdeckung, eine weltweit wachsende Zahl an Nutzer_innen und die zunehmende technische Expertise im globalen Süden schaffen diese neuen Möglichkeiten.

Gleichzeitig bringt die Digitalisierung auch erhebliche Risiken und Herausforderungen mit sich. Sie verschärft bestehende Ungleichheiten zwischen globalem Norden und Süden, zwischen Bevölkerung auf dem Land oder in der Stadt, Altersklassen, Einkommensklassen, Bildungsgraden und Geschlechtern. Längst ist die sogenannte Digital divide, die digitale Kluft, nicht mehr nur eine Frage des physischen Zugangs zu Internet und Technologien, sondern vielmehr die Frage, wer ökonomisch und gesellschaftlich von den „Dividenden“ der Digitalisierung profitiert. Viele bestehende Probleme wie Monopolisierung, Menschenrechtsverstöße und Geschlechterungerechtigkeit werden durch sie verschärft, neue Herausforderungen wie Datenschutzrisiken kommen hinzu.

Auch für Nichtregierungsorganisationen (NRO) stellt sich die Frage, wie sie digitale Technologien einsetzen können, um ihre Projekte zu verbessern und die Wirksamkeit ihrer Arbeit zu erhöhen. In unserem NRO-Report Tech for Good: Möglichkeiten und Grenzen digitaler Instrumente in der Entwicklungszusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationenzeigen wir Beispiele, wie NRO in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern die Potenziale digitaler Technologien in der Projektarbeit nutzen.

 

Arbeitsschwerpunkte

 

Nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung

VENRO setzt sich für eine nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung ein. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wie kann die Digitalisierung dazu beitragen, die SDG der Vereinten Nationen umzusetzen? Welche Chancen und Risiken birgt die Digitalisierung für die Erreichung der SDG, insbesondere für die Überwindung sozialer Ungleichheit? Wie wird die Teilhabe aller gewährleistet? Welche Rahmenbedingungen sind von der Politik zu setzen? Unser SDG-Bericht 2020 „machbar“ – Impulse für eine nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung“ und unsere Konferenz „machbar“ – Dialog für nachhaltiges Handeln, widmen sich der Frage wie die Digitalisierung sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig gestaltet werden kann.

 

Stärkung von Nichtregierungsorganisationen im Digitalen Wandel

Gemeinsam tauschen wir uns im Verband dazu aus, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Arbeit von NRO im Norden wie im Süden hat. Wie gelingt der Einsatz digitaler Technologien in der Projektarbeit? Welche Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich dabei? Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitsweise und die Tätigkeitsfelder der NRO? Wie können sich NRO dabei innovativ aufstellen? Wie verändern sich die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der NRO-Arbeit? Was bedeutet die Digitalisierung beispielsweise für das Thema Shrinking Space oder die Advocacyarbeit von NRO? Welche Erfahrungen und Good-Practice-Beispiele gibt es bereits? Welche Rolle spielen Daten und Datenschutz?

Zu diesen und weiteren Fragen bietet VENRO Fortbildungen, Workshops und Webinare an. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

 

Kontakt

Daniela Röß
Referentin
+49 30 2639299-21
Katharina Stahlecker
Referentin
+49 30 2639299-26