Europawahl 2019

VENRO-Publikationen und -Aktivitäten zur Europawahl

Am  26. Mai 2019 haben die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein neues Europäisches Parlament gewählt. Wie hat VENRO die Wahl begleitet?

Für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe ist die Europawahl von großer Bedeutung, denn das Europäische Parlament ist für die Umsetzung der Agenda 2030 und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ein zentraler politischer Akteur. In unserem Positionspapier "Für ein nachhaltiges, faires und solidarisches Europa" haben wir unsere Erwartungen an die künftigen Mitglieder des Europäischen Parlaments der kommenden Legislaturperiode dargelegt. Ebenfalls haben wir die Wahlprogramme aus entwicklungspolitischer Sicht unter dem Titel  "Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Politik in Europa?" ausgewertet. Wir freuen uns, wenn Sie das Positionspapier für Ihre Arbeit nutzen und mit uns gemeinsam die Forderungen in die Politik und breite Öffentlichkeit tragen.

An die Schwerpunktthemen unseres Positionspapiers haben wir darüber hinaus auf dem  VENRO-Blog angeknpüft: In einer Serie von Blogartikeln sind wir bis zur Europawahl detaillierter auf die einzelnen Forderungen eingegangen und haben Hintergründe geliefert. Lesen Sie hier die einzelnen Beiträge, die sich u.a. mit der Finanzierung nachhaltiger Entwicklung, Humanitären Hilfe, Handelspolitik und dem Thema Wirtschaft und Menschenrechte auseinandersetzen.

Im Hinblick auf die Themen Nachhaltigkeit und Agenda 2030 steht die Europäische Union (EU) vor großen Herausforderungen: Ob Armutsbekämpfung, die Ausgestaltung einer gerechten Handelspolitik oder der Kampf gegen den Klimawandel – Lösungen können nur gemeinsam mit allen Akteuren und unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft erarbeitet und umgesetzt werden. Wie die EU nachhaltiger werden kann, haben wir deshalb auf der Podiumsveranstaltung  "Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Europa?"  am 9. Mai 2019 mit den Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl Carl Grouwet (FDP), Hildegard Bentele (CDU/CSU), Arne Lietz (SPD), Dr. Hannah Neumann (Bündnis 90/Die Grünen) und Helmut Scholz (DIE LINKE) diskutiert.

Seit der letzten Europawahl im Jahr 2014 hat sich global, regional und national viel verändert. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Strömungen im Aufwind. Die Wahl zum Europäischen Parlament war daher auch eine Richtungsentscheidung. Deshalb haben wir die deutschlandweiten Demonstrationen „Ein Europa für Alle“  am 19. Mai 2019 unterstützt und dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen – für Toleranz und Weltoffenheit und gegen Nationalismus.