04.04.2024

Weltgesundheitstag 2024: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ohne Zugang zu Gesundheitsversorgung

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Dennoch haben rund 4,5 Milliarden Menschen keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen. Zum Weltgesundheitstag am 7. April betont der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) die dringende Notwendigkeit, gesundheitliche Versorgung als fundamentales Menschenrecht zu begreifen und für jeden zugänglich zu machen.

„Besonders alarmierend ist die Situation für Frauen und heranwachsende Mädchen, die noch immer an vermeidbaren Komplikationen während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder durch unsichere Abtreibungen sterben“, erklärt Angela Bähr, stellvertretende Vorsitzende von VENRO. „Auch sind Frauen im Vergleich zu Männern überproportional von Infektionskrankheiten wie HIV/AIDS betroffen.“

Bähr appelliert an die Bundesregierung, ihre Partnerländer im globalen Süden stärker zu unterstützen, damit alle Menschen Zugang zu einer allgemeinen und umfassenden Gesundheitsversorgung erhalten. „Der Zugang muss ohne Barrieren und Diskriminierungen für alle gewährleistet sein, einschließlich Frauen, Kindern, Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Mitgliedern der LGBTIQ-Communities“, betont Bähr. „Zudem sollte die Bundesregierung bei ihren Partnerländern darauf hinwirken, dass sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte als ein integraler Bestandteil der allgemeinen Gesundheitsversorgung verankert und umgesetzt werden.“

Der Weltgesundheitstag ist ein Aufruf zum Handeln. Es geht darum, Barrieren abzubauen, Diskriminierungen zu bekämpfen und sicherzustellen, dass Gesundheitsversorgung als das anerkannt wird, was sie ist: Ein universelles Menschenrecht. „Das diesjährige Motto ‚Meine Gesundheit, meine Rechte‘ muss zur gelebten Realität für jeden Menschen auf diesem Planeten werden“, unterstreicht Bähr.

Für weiterführende Informationen verweisen wir auf unsere VENRO-Standpunkte: Die allgemeine Gesundheitsversorgung muss bis 2030 erreicht sein und Internationale Gesundheitsfinanzierung muss solidarisch sein

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