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Migrant_innen besseren Schutz bieten, mehr reguläre Migrationswege schaffen
21. Juni 2017

Eine Woche vor Beginn des Global Forum on Migration and Development (GFMD) in Berlin fordert der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) einen besseren Schutz für Migrant_innen und größeren Respekt für deren Entscheidung, auszuwandern. Darüber hinaus müssen als Alternative zu lebensgefährlichen Fluchtwegen, beispielsweise über das Meer, deutlich mehr reguläre Migrationswege geschaffen werden.

"Es gibt das Recht zu bleiben, aber auch das Recht zu gehen - und zwar auf der ganzen Welt, hier wie dort. Wer bleibt, soll bessere Lebenschancen bekommen; wer sich entschließt zu gehen, soll dies in Sicherheit tun können. Wir brauchen dringend einen Politikwechsel, damit keine Menschen mehr von Konflikten und Hungersnöten zur Flucht gezwungen werden. Gleichzeitig müssen wir alle Menschen schützen, die sich auf den Weg machen, weil sie sich ein besseres Leben für sich und ihre Familien erhoffen", betont Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. "Dazu gehört, dass wir deutlich mehr reguläre Migrationswege schaffen als Alternative zu lebensgefährlichen Fluchtwegen, zum Beispiel über das Meer. Die globalen Krisen unserer Zeit können nur durch eine gerechte Gestaltung der Globalisierung angegangen werden. Die Politik der Mauern und Grenzzäune, mit der sich die Europäische Union und zahlreiche G20-Staaten abschotten, steht im direkten Widerspruch dazu."

Das Global Forum on Migration and Development (www.gfmd.org) findet von 28. Juni bis 1. Juli unter dem Vorsitz Deutschlands und Marokkos in Berlin statt. Das GFMD wurde 2006 auf Initiative des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet. Das Forum ermöglicht Organisationen der Zivilgesellschaft, sich in die Diskussion um Migration und Entwicklung einzubringen und den eigenen Forderungen Gehör zu verschaffen - sowohl gegenüber der deutschen Regierung, als auch international. Die zentrale Frage der Beratungen auf dem Forum ist, wie Migrationspolitik gestaltet werden muss, damit sie - ganz im Einklang mit den Rechten und Bedürfnissen von Migrant_innen - zur Entwicklung der Herkunfts- und Zielländer beiträgt. Informationen zum GFMD finden Sie auf unserer Webseite und in einem VENRO-Factsheet, dass Sie hier herunterladen können.

Im Rahmen des GFMD finden am 29. Juni und 1. Juli 2017 zivilgesellschaftliche Treffen, die GFMD Civil Society Days (CSD), in Berlin statt. Interessierte Journalist_innen können sich für die CSD bis 23. Juni 2017 hier mit dem Passwort Medi@GFMD registrieren.

Diese PM finden Sie zum Download als PDF hier.

Presseanfragen und Kontakt:
Steffen Heinzelmann | Tel.: 030/2639299-23 | E-Mail: s.heinzelmann@venro.org

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