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Zum Aufbruch in das Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“: Zivilge-sellschaft fordert Zukunftsfonds.
30. September 2014

Ein Zukunftsfonds für die Projektförderung soll das ministerielle Klein-Klein der Projektförderung überwinden – dies forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VENRO-Kongresses „Transformative Bildung“ im Vorfeld der heute endenden nationalen Abschlusskonferenz zum Ende der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bonn.

„Wir brauchen mehr und bessere übergreifende Zusammenarbeit – sowohl bei zivilgesellschaftlichen Organisationen als auch bei den Ministerien“, so Dr. Bernd Bornhorst, Vorsitzender des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). „Für die nationale Umsetzung des geplanten Weltaktionsprogrammes für BNE sollten in gemeinsamen Gremien alle betroffenen Bundesministerien und die Kultusministerkonferenz an einem Tisch sitzen. Dazu gehören neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung insbesondere die Ministerien für die Bereiche Umwelt, Entwicklung und Jugend. Auch der Zivilgesellschaft darf bei der politischen Ausgestaltung nicht nur eine Nebenrolle zukommen. Wir fordern einen Umsetzungsplan mit konkreten Zielen und Indikatoren, für deren Umsetzung sich alle Akteure stark machen.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten die sektorübergreifende Zusammenarbeit zum zentralen Thema der Veranstaltung: Neben dem Zukunftsfonds, der übergreifend Projekt- und Strukturförderung ermöglicht, wird unter anderem die Einrichtung von BNE-Berichterstattenden in allen parlamentarischen Ausschüssen gefordert. „Wir brauchen eine Bildung, die sich an dem Ziel einer gesellschaftlichen Transformation orientiert. Wir müssen erkennen, dass wir noch keine Lösungen für zentrale Zukunftsthemen wie den Klimawandel oder weltweite Gerechtigkeitsfragen haben. Diesen Herausforderungen müssen wir deshalb in einer kollektiven Denkanstrengung begegnen“, so Bornhorst weiter.

Das Plenum des VENRO-Kongresses „Transformative Bildung für eine zukunftsfähige Entwicklung“ verabschiedete insgesamt fünf Empfehlungen zur Umsetzung des Weltaktionsprogrammes der UN. VENRO veranstaltete die Konferenz mit 135 Teilnehmenden am 19. und 20. September 2014 in Berlin. Die Empfehlungen sollen in das Abschlussdokument der zweitätigen Konferenz der deutschen UNESCO-Kommission 'UN-Dekade mit Wirkung – 10 Jahre „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland' einfließen, die heute in Bonn endet.

Die Erklärung kann in der Mediathek heruntergeladen werden.

Pressemitteilung

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