11.06.2026 - 14.06.2026, Hamburg

Radikale Zärtlichkeit als Ansatz für kritischen Aktivismus und transformative Bildung

Brot für die Welt

Wann? - Do., 11.06.2026, 18:00 Uhr bis So., 14.06.2026, 13:15 Uhr

Wo? - St. Ansgar Haus Schmilinskystr. 78, 20099 Hamburg

Was? - Präsenz-Seminar für Multiplikator_innen, die im Bereich Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und transformative Bildung tätig sind.

Die multiplen Krisen der Gegenwart sind auch Ausdruck einer kulturellen Sinnkrise, in der wir die Verbindung zu uns selbst, zu anderen Menschen und zum größeren System Erde verloren haben. Menschen, die sich für soziale und ökologische globale Gerechtigkeit einsetzen, brennen zunehmend aus und gesellschaftliche Spaltungen zu Fragen des Wandels nehmen zu. Können wir radikale Gesellschaftskritik mit bedingungsloser Menschenliebe vereinbaren, um uns zu verbinden und gemeinsame Wege aus der Krise zu finden?

„Radikale Zärtlichkeit heißt, unsere Herzen zu kollektivieren, damit sie auf- und nicht auseinanderbrechen“, schreibt Dani d´Emilia im Radical Tenderness Manifesto. 

Radikale Zärtlichkeit steht für Konzepte, die weltweit in verschiedenen dekolonialen Bewegungen als Gegenentwürfe zu kolonialen Politiken der Gewalt, Leugnung und Spaltung gelebt werden.

Als eine Ethik der Verbundenheit fördert sie das Bewusstsein für unsere ganzheitliche Verstrickung mit dem modernen Gewaltsystem, genauso wie mit dem größeren System Erde, das es zu bewahren gilt. 

Als Gerechtigkeitsprinzip bedeutet sie eine politische Praxis der Heilung, die kollektive Traumata adressiert. 

Als radikaler Transformationsansatz leistet sie palliative Sorge für ein schädliches System, das im Sterben begriffen ist, und assistiert gleichzeitig bei der Geburt von etwas Neuem. 

Als pädagogischer Ansatz schafft sie Raum für Unsicherheit, Emotionalität, Körperlichkeit und undogmatische Spiritualität. 

In diesem Seminar nähern Teilnehmende sich Radikaler Zärtlichkeit auf persönlicher und politischer Ebene, theoretisch und vor allem praktisch: Mit natur-, beziehungs- und körperorientierten Methoden wird ein Begegnungs- und Erfahrungsraum geschaffen, in dem verschiedene Zugänge Radikaler Zärtlichkeit erprobt und reflektiert werden. 

Im gemeinsamen Austausch wird ergründet, wie Radikale Zärtlichkeit in der Bildungsarbeit, dem gesellschaftlichen Aktivismus, den Organisationskulturen und dem zwischenmenschlichen Miteinander leben kann.

Als weiblich/BIPOC und männlich/weiß positioniertes Trainer_in-Team, wird in einen „brave space“ für Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Hintergründe eingeladen, in dem mit Offenheit und Achtsamkeit unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen miteinander verwebt werden können.

Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt.

Mehr Informationen und einen Link zur Anmeldung finden Sie hier!

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