Transformative Ansätze können dazu beitragen, patriarchale, koloniale und rassistische Machtstrukturen zu überwinden. Transformation von ungleichen Machtverhältnissen hin zu Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe und Diversität stellen damit Schlüsselfaktoren für die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Projekten dar. Die Berücksichtigung von Geschlechter-gerechtigkeit in entwicklungspolitischen Projekten ist zudem in unseren VENRO Leitlinien verankert. In unserem NRO Report Feminist Journeys haben wir zudem viele gute Beispiele dafür zusammengestellt, wie Organisationen einen feministischen transformativen Ansatz in ihren Projekten und institutionellen Strukturen bereits umsetzen.
Inhalte
In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden Instrumente kennen, um intersektionale Gender-, Macht- und Ressourcenanalysen, transformative Projektansätze sowie Strategien zur Förderung von Diversität und Intersektionalität in der Projektarbeit anzuwenden. Sie lernen Methoden kennen, mit denen feministische Ansätze in Projekten und Organisations-strukturen umgesetzt und Netzwerke gestärkt werden können. Darüber hinaus bietet das Seminar Raum, zentrale Fragen der gendertransformativen Arbeit zu reflektieren: Welche Schritte führen von einer gendersensiblen zu einer gendertransformativen Projektarbeit und Organisation, und welche Potenziale eröffnen sich daraus? Wie kann internationale Zusammenarbeit partnerschaftlich und machtkritisch im Sinne von Feminist South-led Development oder Shifting Power gestaltet werden?
Ort
Erna-Scheffler-Str. 2
51103 Köln
Deutschland
Format
Der Workshop besteht aus zwei Sitzungen und findet in deutscher Sprache statt. Die Veranstaltung ist teilnahmebeschränkt.
1.Teil: Dienstag, 03. März 2026, 09:00-17:00
2.Teil: Mittwoch, 04. März 2026, 09:00-16:30
Adressat_innen
Dieses Seminar richtet sich an Projekmanager_innen und Projektreferent_innen deutscher entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen die ihre Expertise in feministischen Ansätzen praxisnah anwenden möchten.
Trainerin
Dr. Christina Alff ist Diplom-Geographin und internationale Expertin mit umfangreicher Erfahrung in West- und Ostafrika, Südasien sowie der MENA-Region. Tätig als Trainerin und Gutachterin für Gender Equality, mit weiteren Schwerpunkten auf partizipativen Planungs- und Steuerungsmethoden von Projekten.
Die VENRO-Leitlinien für entwicklungspolitische Projekt- und Programmarbeit
Die acht VENRO Leitlinien (hier ein kurzes Erklärvideo) beschreiben das gemeinsame Qualitätsverständnis der Mitgliedsorganisationen von VENRO, die sich verpflichtet haben, ihre Projekt- und Programmarbeit im globalen Süden daran auszurichten. Zu einzelnen Leitlinien bieten wir für die praktische Umsetzung kontinuierlich Fortbildungen an. Diese Fortbildung bezieht sich auf die Leitlinie Nr. 2: Geschlechtergerechtigkeit, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität.
Kosten
Die Teilnahme an der Fortbildung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist verbindlich.
Die Reise- und Unterbringungskosten müssen von den Teilnehmenden organisiert und bezahlt werden.
Registrierung
Bitte melden Sie sich bis zum 2. Februar 2026 hier verbindlich für die Veranstaltung an.
Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung keine Teilnahmebestätigung ist. Sie erhalten eine Rückmeldung über Ihre Zulassung zum Kurs ein bis zwei Wochen nach Ihrer Anmeldung.
Für Rückfragen steht Almut Huss gerne zur Verfügung (a.huss(at)venro.org).
Ein ausführliches Programm finden Sie im untenstehenden Link.