Diversität

Die Menschen in unserer Gesellschaft sind unterschiedlich. Was wir aus dieser Vielfalt machen, hängt von uns ab. Diversität als Konzept bedeutet die Potentiale der Verschiedenheit zu erkennen und zu nutzen. Ziel von Diversität ist es, strukturelle Diskriminierungen aufzuspüren und abzubauen. Damit wird Energie freigesetzt und jede_r einzelne wird wertgeschätzt.

Die VENRO-Mitglieder setzen sich für Vielfalt im Verband und in ihren Organisationen ein. In der VENRO-Strategie 2017 bis 2022 haben sie sich zum Ziel gesetzt, ihre Arbeit inklusiv und geschlechtergerecht umzusetzen und unterschiedliche kulturelle und soziale Sichtweisen aufzugreifen. Die Mitglieder schärfen ihren Blick für Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Inklusion. Dazu hinterfragen sie ihre Strukturen und Arbeitsweisen und entwickeln diese weiter.

VENRO orientiert sich in seiner Arbeit am Menschenrechtsansatz. Die Menschenrechte gelten für alle Personen unabhängig des Geschlechts, des Alters, einer oder mehrerer Behinderungen, der Sprache, der sexuellen Orientierung oder Gender-Identität, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen, indigenen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status verstanden. Auf viele Menschen treffen mehrere Merkmale gelichzeitig zu. So kann eine Frau mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt Diskriminierungen erleben. Dieser Effekt wird Mehrfachdiskriminierung genannt.

Arbeitsschwerpunkte

Die VENRO-Mitglieder tauschen sich über geeignete Maßnahmen aus, um das Bewusstsein für Diversität zu stärken. Dieser Austausch findet insbesondere in den Arbeitsgruppen Gender, Kinderrechte und Behinderung und Entwicklung statt. In dem bunten Strauß an Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen wird die Vielfalt von Diversität sichtbar. Folgendes tun wir konkret:

  • Für den VENRO-Vorstand gilt eine Genderquote von 40 Prozent.
  • Die Geschäftsstelle nutzt in der internen und externen Kommunikation eine gendersensible Sprache unter Anwendung des Gender_Gap (Unterstrich).  
  • Die VENRO-Mitglieder verpflichten sich mit den Kodizes zu den Prinzipien und Standards in den drei Bereichen Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle, Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit sowie Kinderrechte.  
  • VENRO gestaltet seine Veranstaltungen weitgehend barrierefrei. Dazu zählen die Abfrage des Unterstützungsbedarfs im Rahmen der Einladung sowie Mindeststandards für Tagungsorte.
  • Bei Besetzungen von Panels und bei der Vergabe von sichtbaren Rollen im Rahmen von VENRO-Veranstaltungen wird auf die Gender-Balance geachtet.
  • Bei Bewerbungsverfahren für offene Stellen fordern wir Menschen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund zur Bewerbung auf.
  • Die VENRO-Mitglieder haben Aspekte aus dem Themenbereich Diversität in die Leitlinien für entwicklungspolitische Projekt- und Programmarbeit aufgenommen. Sie beschreiben das Qualitätsverständnis von entwicklungspolitischen Auslandsprojekten unserer Mitglieder.
  • Die VENRO-Handreichung zu inklusiver Projektarbeit vertieft diese Leitlinien und gibt Anregungen, wie in Projekten die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden. 
  • Im Rahmen der Gender-Arbeit des Verbands setzen wir uns für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen in der Entwicklungszusammenarbeit ein.  
  • VENRO bietet regelmäßig Fortbildung zu den Themen Inklusion, Kindesschutz, Kinderpartizipation und Schutz vor sexuellem Missbrauch und Ausbeutung an.

Kontakt

Anke Scheid
Referentin
+49 30 2639299-27